Mahler Forum
for Music
and Society
für Musik
und Gesellschaft
Foto: Wolfgang MayerCarola Dertnig
Carola Dertnig, geboren in Innsbruck, ist Künstlerin und Professorin für Performative Kunst an der Akademie der bildenden Künste Wien, wo sie seit 2006 den gleichnamigen Fachbereich leitet. 1997 nahm sie am Whitney Independent Study Program in New York teil und war 2008 Gastprofessorin am California Institute of the Arts (CalArts) in Los Angeles. Sie selbst studierte an der Universität für angewandte Kunst Wien und an der École des Beaux-Arts in Paris.
Dertnigs künstlerische performative Praxis ist international bekannt und verortet sich im Kontext der bildenden Kunst. Sie arbeitet mit Performance, Video und Fotografie sowie installativen und skulpturalen Settings. Ihr Werk umfasst sowohl Live-Performances im öffentlichen Raum als auch bildnerische Arbeiten wie Zeichnungen, Collagen und fotografische Werke.
Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen internationalen Museen und Institutionen gezeigt, darunter im Museum of Modern Art und MoMA PS1 (New York); im mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, in der Secession (Wien); am REDCAT CalArts (Los Angeles); sowie in der Landesgalerie Niederösterreich (Krems). 2024 widmete ihr das OK Linz die Midcareer-Ausstellung Dancing Through Life mit begleitender Publikation.
Dertnig erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Preis der Stadt Wien für bildende Kunst (2007), den Tiroler Landeskunstpreis (2009) sowie als erste Performancekünstlerin den Österreichischen Kunstpreis für Bildende Kunst (2013).
Foto: Peter GannushkinSusanna Gartmayer
Susanna Gartmayer studierte Malerei und Druckgrafik an der Akademie der bildenden Künste Wien und arbeitet seit Anfang der 2000er-Jahre als Bassklarinettistin und Komponistin in diversen Feldern der Experimentalmusik. Sie ist sowohl Mitglied als auch Gründerin zahlreicher Ensembles für improvisierte und organisierte Musik. Ihr besonderes Interesse gilt den vielstimmigen Klangmöglichkeiten der tiefen Klarinetten, offenen Kompositionsformen, der multiidiomatischen Improvisation sowie der Theorie und Praxis gemeinschaftlicher Arbeitsprozesse.
Seit 2015 organisiert Gartmayer gemeinsam mit Thomas Berghammer und Didi Kern die Monday Improvisers Session, einen Treffpunkt für Improvisator:innen aus Wien und aller Welt.
Foto: Valentina Belej SonAlja Klemenc
Alja Klemenc, eine slowenische Dirigentin aus Cerknica, absolviert derzeit ihr Masterstudium in Dirigieren an der Gustav Mahler Privatuniversität für Musik in Klagenfurt sowie ihr Postgraduiertenstudium für zeitgenössisches Repertoire am Conservatorio della Svizzera italiana in Lugano.
Als Dirigierassistentin hatte sie die Gelegenheit, mit der Slowenischen Philharmonie an der Aufführung von Helmut Lachenmanns My Melodies sowie mit dem Staatlichen Sinfonieorchester Thessaloniki an der Produktion von Johann Strauß’ Operette Die Fledermaus mitzuwirken. In der Saison 2024/25 wurde sie eingeladen, mit der Slowenischen Philharmonie zusammenzuarbeiten, wo sie gemeinsam mit Orchester und Chor das Werk Voie von Vinko Globokar aufführte und das Familienabonnement mit Werken slowenischer Komponist*innen dirigierte.
Ihr Können vertiefte Klemenc in internationalen Meisterkursen bei renommierten Dirigenten wie Colin Metters, Douglas Bostock, Michalis Economou, Georg Mark, Günter Neuhold und anderen.
Im Jahr 2022 gründete Alja den Alma Mahler Musikverein und das gleichnamige Ensemble, die sich der Aufführung klassischer und zeitgenössischer Musik in einem frischen, innovativen Format widmen. Der Alma Mahler Musikverein ist bemüht, das Vermächtnis der begabten Musikerin fortzuführen, indem er innovative und pädagogische Projekte ins Leben ruft, die Malerei, Literatur und Architektur mit Musik verbinden.
Foto: Marco SauMarco Sau
Der aus Bergamo stammende Marco Sau begann seine Ausbildung beim italienischen Musiker Alberto Sonzogni und setzte sie später bei Alberto Foresti fort. Im Jahr 2018 nahm er außerdem ein Kompositionsstudium bei Francesco Chigioni in seiner Geburtsstadt auf. Er schloss sowohl das Bachelor- als auch das Masterstudium im Fach Klavier am Conservatorio di Musica di Castelfranco Veneto A. Steffani und am Conservatorio di Musica Evaristo Felice Dall’Abaco in Verona, beide bei Massimiliano Ferrati, ab. Derzeit setzt er dort auch sein Masterstudium in Komposition bei Matteo Franceschini und Andrea Mattevi fort. Zusätzlich absolviert er in Klagenfurt, wo er zur Zeit lebt, ein weiteres Masterstudium in Komposition bei Hakan Ulus an der Gustav Mahler Privatuniversität für Musik.
Marco Sau besuchte Meisterkurse bei namhaften Künstler*innen wie Alessandro Solbiati, Alexandra Karastoyanova-Hermentin, Pierluigi Billone, Giorgio Colombo Taccani, Jeffrey Swann, Massimiliano Ferrati, Dina Yoffe und Gabriela Meyer. Seine Musik wurde vom mdi ensemble und vom MotoContrario Ensemble aufgeführt. Als Solist und Kammermusiker trat er in zahlreichen italienischen und europäischen Städten auf, darunter Leipzig, Utrecht, Ossiach, Venedig, Padua, Verona und Bergamo.
Der junge Komponist und Musiker ist Preisträger mehrerer Wettbewerbe – sowohl als Solist (18. Internationaler Wettbewerb Città di Padova, 1. Nationaler Wettbewerb Città di Cremona) als auch als Kammermusiker (7. Wettbewerb der Civica Scuola di Musica Claudio Abbado). 2021 wirkte er als Korrepetitor bei einer Produktion von Gioachino Rossinis Der Barbier von Sevilla in Cortina d’Ampezzo mit. In den Jahren 2023 und 2024 war er Klavierbegleiter der 5. und 6. Ausgabe des Musikwettbewerbs Città di Belluno.
Foto: Gerhard Maurersection.a, Co-Kurator*innen, Projektorganisation
Seit 2001 konzipieren und realisieren wir Ausstellungen und Projekte an der Schnittstelle von Kunst, Gesellschaft und Wissenschaft. Mit einem neugierigen und reflektierten Ansatz eröffnen wir Räume für Dialog und neue Perspektiven – von Museen bis zum öffentlichen Raum. Unser Fokus liegt auf der inhaltlichen Entwicklung und produktionellen Umsetzung – von der ersten Idee bis zur räumlichen Inszenierung. Dabei arbeiten wir mit privaten, öffentlichen, institutionellen und freien Partner:innen im In- und Ausland zusammen. Doch egal mit wem und woran: Freude zieht sich durch all unsere Projekte. In den letzten 25 Jahren waren es über 145, mit über 300 Künstler:innen. Seit Beginn ist section.a als Co-Kuratorin und als Projektleiterin Teil des Kernteams des Mahler Forums.
section.a sind: Julia Bildstein, Katharina Boesch, Christine Haupt-Stummer und Andreas Krištof
Foto: Mahler FoundationMorten Solvik
Morten Solvik ist ein norwegisch-amerikanischer Musikwissenschaftler und internationaler Pädagoge und lebt in Wien. Er erwarb einen Bachelor of Arts in Musik- und Geistesgeschichte an der Cornell University und promovierte in Musikwissenschaft an der University of Pennsylvania mit einer Dissertation über Gustav Mahler. Zu seinen Forschungsgebieten gehören unter anderem auch Anton Bruckner und Franz Schubert. Er unterrichtete an der Universität für Musik und darstellende Kunst und war ab 1999 maßgeblich am Aufbau der Musikabteilung des Instituts für Europäische Studien in Wien beteiligt, wo er von 2009 bis 2022 als Center Director tätig war; seither ist er Dekan und Liaison to the Provost für IES Abroad. Er ist als Autor, Buchredakteur, Redner, Moderator und Produzent von Webcasts sowie als Mitwirkender bei Radio- und Fernsehproduktionen tätig. Solvik gehört dem Vorstand der Internationalen Gustav Mahler Gesellschaft an und ist Vizepräsident der Mahler Foundation. Er ist Co-Initiator und künstlerischer Leiter des Gustav Mahler Festivals in Steinbach am Attersee und, gemeinsam mit Felicitas Thun-Hohenstein, des Mahler Forums für Musik und Gesellschaft in Klagenfurt.
Foto: Katharina GossowTamara Štajner
Tamara Štajner, geboren in Novo mesto in Slowenien, wuchs in Krško auf und lebt und arbeitet seit 2006 in Wien. Sie schloss ihr Master-Studium im Konzertfach Viola an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien ab und studierte zusätzlich Philosophie an der Akademie der bildenden Künste Wien. Sie ist solistisch sowie in zahlreichen Orchestern und Kammermusikensembles tätig. Künstlerisch arbeitet Tamara Štajner in den Bereichen Video, Performance, Fotografie und Sound. Zudem schreibt sie Kurzgeschichten und Lyrik.
Tamara Štajner ist Preisträgerin nationaler und internationaler Musikwettbewerbe. Für ihre künstlerische Arbeit erhielt sie zahlreiche Stipendien, darunter mehrmals das Arbeitsstipendium für Literatur und das START-Stipendium für Musik und darstellende Kunst des Österreichischen Bundesministeriums für Kunst und Kultur. Beim Bachmannpreis 2022 wurde Tamara Štajner als Stipendiatin des 25. Klagenfurter Literaturkurses ausgezeichnet. 2024 gewann sie den Lyrikpreis Meran und las im selben Jahr auf Einladung von Brigitte Schwens-Harrant beim Ingeborg-Bachmann-Preis. Für die Darbietung des Textes Luft nach unten gewann Tamara Štajner den KELAG-Preis.
Die Autorin veröffentliche im Jahr 2023 den Roman Raupenfell und 2022 den Gedichtband Schlupflöcher, beide im Verlag Das Wunderhorn in Heidelberg, sowie zahlreiche Beiträge in Zeitschriften und Sammelbänden. Im Frühjahr 2026 ist bei Beletrina Goseničji kožuh, ihr erster Roman in slowenischer Sprache, erschienen. Im Herbst 2026 kommt Štajners zweiter Roman auf Deutsch, Luft nach unten, bei Zsolnay-Hanser heraus.
Foto: Felicitas Thun-HohensteinFelicitas Thun-Hohenstein
Felicitas Thun-Hohenstein ist Kuratorin, Kunsthistorikerin und Professorin am Institut für Kunst- und Kulturwissenschaften an der Akademie der bildenden Künste Wien. Sie leitet etliche Forschungsprojekte wie etwa das Cathrin Pichler Archiv für Kunst und Wissenschaften (CPA) oder The Dissident Goddesses’ Network. In ihrer Lehr-, Forschungs-, Vortrags- und Ausstellungstätigkeit widmet sie sich Themenschwerpunkten der Gegenwartskunst, der Kunst der Moderne, des Arts-Based Research sowie der feministischen Theorie und Kunstpraxis. 2019 war sie Kuratorin des Österreichischen Pavillons auf der 58. Internationalen Kunstausstellung La Biennale di Venezia. Sie ist u. a. Vorsitzende des Kuratoriums des mumok – Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien und Vorstandsmitglied der Internationalen Christine Lavant Gesellschaft. Felicitas Thun-Hohenstein ist Autorin und Herausgeberin zahlreicher Texte und Publikationen. Sie ist Initiatorin und gemeinsam mit section.a künstlerische Leiterin des Mahler Forums für Musik und Gesellschaft, Klagenfurt.